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Kinder und Katzen

Neben gesundheitlichen Aspekten, die Eltern zu bedenken haben, wenn Ihr Kind mit dem inständigen Wunsch nach einer Katze an sie herantritt, oder wenn Eltern überlegen, ob es nicht wichtig, nützlich, förderlich sei für Ihr Kind, mit einer Katze aufzuwachsen, gehört gewiss die Frage gestellt, ob denn eine Katze „das richtige“ Lebewesen sei für ein Kind. Da gibt es weder eine für alle Katzen noch für alle Kinder unumstößlich richtige
Antwort.
Unbezweifelbar ist, dass die Bereitschaft zur dauerhaften,
lebenslänglichen Verantwortungsübernahme für eine Katze nicht von einem Kind abverlangt werden kann. Liegt diese grundsätzliche
Bereitschaft bei den Erziehungsberechtigten vor, so ist aber noch weiteres zu
bedenken, etwa: wie sieht es aus mit den
Verletzungsgefahren – für das Kind: durch Kratzen oder Beißen der Katze, und für die
Katze durch „grobe“ oder „tollpatschige“ Spiele und „Behandlung“ der Katze durch das Kind? Wie passt das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug einer Katze, oder deren
Bedürfnis nach Ausleben ihres Rhythmus (nächtliche Aktivität?) zum – vielleicht
turbulenten, vielleicht hektischen, vielleicht völlig andersartig strukturierten Alltag einer Familie mit Kind? Inwieweit ist da Flexibilität bzw. Spielraum zu Abweichungen und Änderungen vorhanden, ohne dass dies dem Kind zum Nachteil oder Schaden
gereichen könnte? Ist eine Katze „robust“ genug? Oder zu
„sensibel“, so dass sie über kurz oder lang als „Störenfried“ angesehen wird? Gibt es vielleicht
bestimmte Rassen, von denen bereits fast sicher erwartet werden kann, dass sie diese oder jene Ansprüche oder Erwartungen mit sich bringen bzw. auf der anderen Seite erfüllen? Ist dem Kind – wie auch den Eltern – auch hinreichend klar, dass auch ein Katzenbaby heranwächst – und ist auch für die ausgewachsene Katze
entsprechende Begeisterung vom Kind und von den Eltern zu erwarten? Und die Fragen sind noch vielfältiger.
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